Seyfert-Galaxien sehen auf einem normalen optischen Foto wie unauffällige Spiralen aus. Dann richtet man ein Infrarot-Teleskop auf sie. Die Energieausbeute ist atemberaubend. Diese aktiven galaktischen Kerne (AGN) wurden nach Carl K. Seyfert benannt, einem amerikanischen Astronomen, der 1944 ihre besonderen Eigenschaften hervorhob. Er bemerkte, dass die äußeren Scheiben zwar normalen Galaxien ähnelten, die Zentren jedoch deutlich nachgaben.

Was Typ-1-Seyfert-Galaxien von Typ-2-Galaxien unterscheidet

Astronomen teilen diese Objekte anhand ihrer Kernspektren in zwei Kategorien ein. Seyfert-Galaxien vom Typ 1 weisen breite Emissionslinien auf. Diese Breite weist auf eine zentrale Konzentration heißen Gases hin, das sich mit enormer Geschwindigkeit ausdehnt und Tausende von Kilometern pro Sekunde erreicht. Das Gas bewegt sich schnell genug, um die Spektrallinien zu verwischen.

Seyferts vom Typ 2 erzählen eine andere Geschichte. Ihre Emissionslinien sind stark, sie zeigen jedoch moderatere Geschwindigkeiten an, im Allgemeinen weniger als 1.000 km/s. Der Geschwindigkeitsunterschied gibt Hinweise auf die Geometrie oder Ausrichtung des den Kern umgebenden Gases. Unabhängig von der Art sind diese Galaxien unglaublich starke Quellen für Infrarotstrahlung. Viele pumpen auch große Mengen an Radioenergie und Röntgenstrahlen aus.

Wie vergleichen sich Seyfert-Kerne mit Quasaren?

Seyfert-Kerne sind eng mit Quasaren verwandt. Es wird angenommen, dass beide in ihrem Zentrum von massiven Schwarzen Löchern angetrieben werden. Der Hauptunterschied ist die Skalierung. Quasare gehören zu den hellsten Objekten im Universum und setzen Energie in kolossalem Ausmaß frei. Seyfert-Galaxien sind zwar energiegeladen, setzen jedoch geringere Energiemengen frei. Sie sind im Wesentlichen kleinere, schwächere Verwandte der Quasare.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie es uns ermöglicht, die Akkretion von Schwarzen Löchern auf zugänglichere Weise zu untersuchen. Wir können Seyfert-Galaxien in viel größerer Zahl beobachten als Quasare. Sie bieten ein Labor, um zu verstehen, wie sich Schwarze Löcher ernähren und wie sich diese Energie auf die umgebende Galaxie auswirkt.

Wie häufig sind Seyfert-Galaxien im Universum?

Etwa 1 Prozent aller Spiralgalaxien weisen Seyfert-Eigenschaften auf. Eine andere Perspektive legt nahe, dass möglicherweise alle Spiralgalaxien in einem Prozent der Fälle Seyferts-Galaxien sind. Dies impliziert, dass aktive Kerne eine Phase sein könnten, die normale Spiralgalaxien regelmäßig durchlaufen. Die genaue Prävalenz hängt davon ab, wie Sie den aktiven Zustand definieren und wann Sie den Schnappschuss erstellen.

Das Mitnehmen ist einfach. Diese Galaxien sind nicht nur Hintergrundgeräusche. Es handelt sich um aktive Systeme, in denen ein supermassereiches Schwarzes Loch seine Muttergalaxie umformt. Die Infrarot- und Röntgendaten dieser Quellen verfeinern unser Verständnis der kosmischen Entwicklung weiter. Wenn Sie das nächste Mal eine Spiralgalaxie sehen, denken Sie daran, dass sie in einem Prozent der Fälle möglicherweise im Infrarotbereich schreit.

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