Die Begriffe „Ozon“ und „Klimawandel“ werden immer wieder synonym verwendet. Es passiert in lockeren Gesprächen. Es passiert in den Nachrichten. Man geht davon aus, dass es sich um zwei Seiten derselben Medaille handelt, weil beide die Atmosphäre betreffen.

Das sind sie nicht.

Sie als identisch zu behandeln, ist ein Fehler. Zum einen geht es um ultraviolette Strahlung. Beim anderen geht es um die Wärmespeicherung. Die Zusammenführung der beiden verschleiert das Problem. Es trübt das Wasser, wenn wir Klarheit brauchen.

Wir diskutieren globale Umweltveränderungen oft, indem wir uns auf zwei unterschiedliche Probleme konzentrieren. Die Medien fassen sie zusammen. Die Öffentlichkeit verwirrt sie. Sie erfordern jedoch unterschiedliche Lösungen. Sie können den Klimawandel modellieren, ohne sich um die Stratosphäre kümmern zu müssen. Die Stratosphäre bestimmt nicht direkt die Wetterverhältnisse an der Oberfläche. Dennoch sind sie nicht völlig unabhängig. Es bestehen Wechselwirkungen. Wir werden uns diese Zusammenhänge später ansehen.

Dies ist kein tiefer Einblick in die gesamte Klimakrise. Die Erwärmung der Erdoberfläche ist ein troposphärisches Problem. Das ist die untere Atmosphäre. Dieser Text konzentriert sich auf die darüber liegende Ebene. Die Stratosphäre. Heimat der Ozonschicht. Und wie sich diese spezielle Schicht auf den Planeten darunter auswirkt.

Der erste verifizierte Umweltgewinn

Schauen wir uns die Zeitleiste an. Es ist wichtig.

Im Jahr 1995 wurde die Realität der Änderungen der Oberflächentemperatur noch diskutiert. Der zweite Bericht des IPCC konnte den Streit nicht beilegen. Skeptiker hatten Luft zum Atmen.

Zehn Jahre zuvor, im Jahr 1984, war die Wahrheit unbestreitbar. Wissenschaftler fanden heraus, dass das Ozon über der Antarktis um die Hälfte zurückgegangen war. Dies geschah jedes Frühjahr auf der Südhalbkugel. Die Beweise waren eindeutig. Die Veränderung war anthropogen. Es war vom Menschen verursacht.

Dies war das erste Mal, dass eine vom Menschen verursachte Umweltveränderung zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. Das Ozonloch war keine Theorie. Es war eine messbare Realität.

Schnelles Handeln, messbare Ergebnisse

Die Ursache wurde schnell erkannt. Die Schuldigen waren Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und andere ozonschädigende Stoffe.

Die Antwort kam schnell. Das Montrealer Protokoll wurde 1987 ins Leben gerufen. Es war nicht perfekt. Seitdem wurde es mehrfach geändert. Durch die Änderungen wurde es stärker. Sie haben Schlupflöcher geschlossen. Sie erweiterten die Liste der verbotenen Chemikalien.

Das Ergebnis? Die Ozonschicht beginnt zu heilen.

Diese Erfolgsgeschichte ist wertvoll. Es dient als Blaupause. Wir stehen derzeit vor dem Kyoto-Protokoll. Oder seine Nachfolger. Die Begrenzung der Treibhausgasemissionen ist schwieriger. Die Chemie ist komplexer. Der politische Wille ist schwerer aufrechtzuerhalten. Der Maßstab ist größer.

Aber das Montrealer Protokoll hat bewiesen, dass internationale Zusammenarbeit funktioniert. Es hat gezeigt, dass der Planet reagieren kann, wenn die Wissenschaft klar ist und die Politik entscheidend ist. Wir sollten diesen Präzedenzfall nicht vergessen. Die Ozonschicht hat sich nicht selbst repariert. Wir haben es behoben.

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