Wernher von Braun war ein Mann zweier Welten, und keine davon war völlig sauber. Er wurde 1912 als Sohn einer preußischen Adelsfamilie geboren und trug das Gewicht seiner Abstammung und den Ehrgeiz eines Genies, das den Himmel eher als Grenze denn als Grenze betrachtete. Er promovierte an der Universität Berlin, doch seine eigentliche Ausbildung fand im Schatten eines Regimes statt, das der Weltordnung bereits den Krieg erklärt hatte.
1936 war der junge Ingenieur technischer Direktor in Peenemünde, einer geheimen Militäranlage an der Ostseeküste. Der Versailler Vertrag hatte Deutschland seiner schweren Waffen beraubt, aber Peenemünde war das Schlupfloch. Hier begannen von Braun und sein Team unter den wachsamen Augen des NS-Staates mit dem Bau dessen, was sie „Vergeltungswaffe“ nannten – Vergeltungswaffen. Sie gestalteten die Zukunft der Kriegsführung und, ungewollt, die Zukunft der Raumfahrt.
Die dort getesteten Raketen waren erschreckend fortschrittlich. Im Labor wurden Flüssigkeitsflugzeuge und strahlunterstützte Startsysteme getestet. Dann kam die V-2. It was the world’s first long-range ballistic missile. Es war auch das erste von Menschenhand geschaffene Objekt, das den Rand des Weltraums überquerte. Der V-2 war schrecklich. Es wurde von Zwangsarbeitern im KZ Mittelbau-Dora errichtet, von denen viele dabei ums Leben kamen. Von Braun wusste das. Er hat davon profitiert. Er hat es nicht gestoppt.
By 1944, the technology being refined at Peenemünde was decades ahead of the rest of the world. Die Alliierten sahen, wie die V-2 auf London niederprasselte. Sie wussten, dass sie einen technologischen Wettlauf verlieren würden. Die Lösung? Erfassen Sie die Architekten.
Nach dem Krieg brachte die Operation Paperclip von Braun und sein Team in die Vereinigten Staaten. Sie wurden wegen ihrer Nazi-Verbindungen nicht vor Gericht gestellt. Sie waren zu wertvoll. Die US-Armee ließ sie sofort an Lenkraketen arbeiten. 1952 leitete von Braun das ballistische Waffenprogramm der Armee. Er wurde zum Gesicht der amerikanischen Raketenabwehr.
Die Redstone-Rakete kam zuerst. Dann der Jupiter-C. Dann das Pershing. Jeder Schritt war ein Sprung. Doch der große Moment kam am 31. Januar 1958. Von Brauns Team startete Explorer 1. Es war der erste US-Satellit, der die Erde umkreiste. Die Sowjetunion war ihnen mit Sputnik im Weltraum zuvorgekommen, doch von Braun hisste eine amerikanische Flagge am Himmel. Der Kalte Krieg hatte eine neue Dimension: Der Himmel selbst war jetzt ein Schlachtfeld.
Als die NASA 1958 gegründet wurde, wurde das Raketenteam der Armee in die Agentur integriert. Von Braun hat sich nicht nur angepasst; er träumte größer. Er wurde zur treibenden Kraft hinter der Saturn-Raketenfamilie. Die Saturn V war sein Meisterwerk. Es war ein Monster der Ingenieurskunst, ein dreistufiges Biest, das 140 Tonnen zum Mond befördern konnte.
Die Saturn-Boosterklasse ist in der Raketengeschichte nach wie vor unübertroffen. Keine andere Trägerrakete hat jemals eine so hohe Erfolgsquote mit einer so enormen Nutzlastkapazität erzielt. Die Apollo-Missionen waren erfolgreich, weil von Brauns Technik präzise, robust und unermüdlich optimistisch war.
Aber die Stille bleibt. Wir erinnern uns an die Starts. Wir erinnern uns an die Mondlandungen. Wir erinnern uns an die Sterne. Wir erinnern uns selten an die Sklavenarbeitslager. Wir erinnern uns selten daran




















