додому Без рубрики Ozean-Alkalinitätsversuch zeigt vielversprechende Kohlenstoffentfernung, keine unmittelbare Schädigung des Meereslebens

Ozean-Alkalinitätsversuch zeigt vielversprechende Kohlenstoffentfernung, keine unmittelbare Schädigung des Meereslebens

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Forscher, die ein kontrolliertes Experiment im Golf von Maine durchführten, haben gezeigt, dass die Zugabe alkalischer Substanzen zum Meerwasser Kohlendioxid wirksam aus der Atmosphäre entfernen kann, ohne dass Meeresökosysteme nachweisbar geschädigt werden. Bei dem im August 2025 durchgeführten Versuch wurden 65.000 Liter Natriumhydroxid – eine alkalische Verbindung – im Ozean verteilt, um dessen Fähigkeit zur CO2-Absorption zu erhöhen.

Das Experiment und erste Ergebnisse

Die von Adam Subhas von der Woods Hole Oceanographic Institution geleitete Studie bestätigte, dass die zusätzliche Alkalität die CO2-Aufnahme steigerte. Innerhalb von vier Tagen wurden durch das Experiment zwischen 2 und 10 Tonnen CO2 entfernt, wobei Schätzungen auf eine potenzielle Gesamtentfernung von bis zu 50 Tonnen schließen lassen. Entscheidend ist, dass die Überwachung keine signifikanten negativen Auswirkungen auf Meeresorganismen, einschließlich Plankton, Fischlarven und Hummerlarven, ergab. Das Team verwendete Rhodaminfarbstoff, um die Ausbreitung der alkalischen Lösung zu verfolgen, unterstützt durch Satelliten-, Sensor- und Unterwassersegelflugzeugdaten.

Die Frage des Netto-CO2-Fußabdrucks bleibt bestehen

Eine entscheidende Frage bleibt jedoch unbeantwortet: die gesamten Lebenszyklusemissionen der Herstellung und des Transports von Natriumhydroxid. Subhas räumt ein, dass dies noch nicht berechnet wurde, sodass derzeit unklar ist, ob das Experiment zu einer Netto-CO2-Reduktion geführt hat. Die Bewertung wird ein zentraler Schwerpunkt künftiger Forschung sein, da der Prozess wirklich CO2-negativ sein muss, um realisierbar zu sein.

Warum die Alkalinität der Ozeane wichtig ist

Die Ozeane absorbieren bereits etwa 25 % der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen, aber das hat seinen Preis: erhöhte Versauerung der Ozeane. Wenn sich CO2 im Meerwasser auflöst, bildet es Kohlensäure, die das Meeresleben durch die Auflösung der Muschelschalen und die verringerte CO2-Absorptionskapazität gefährdet. Die Verbesserung der Ozeanalkalität (Ocean Alkalinity Enhancement, OAE) zielt darauf ab, diese Versauerung umzukehren, indem die Fähigkeit des Ozeans erhöht wird, mehr CO2 zu speichern.

Ein wachsendes Feld mit privatem Interesse

Forscher erforschen verschiedene OAE-Methoden, darunter die Zugabe von Magnesiumhydroxid zum Abwasser, die Ausbringung von gemahlenem Olivin an Küsten und die Aufbereitung von Meerwasser in Landanlagen. Einige Unternehmen verkaufen bereits Emissionsgutschriften auf der Grundlage dieser Ansätze, was die Nachfrage nach unabhängigen, nichtkommerziellen Versuchen wie dem von Subhas‘ Team ankurbelt.

Einbindung von Stakeholdern und langfristige Speicherung

Das Team legte Wert auf das Engagement der Gemeinschaft, insbesondere mit den lokalen Fischergemeinden, und nutzte einen wechselseitigen Dialog, um Bedenken auszuräumen. Die dispergierte Alkalität wandelt das eingefangene CO2 in Bikarbonat-Ionen um, eine stabile Form von Kohlenstoff, die voraussichtlich Zehntausende von Jahren lang eingeschlossen bleibt. Im Gegensatz zu einigen Methoden zur Kohlenstoffentfernung, die eine separate Lagerung erfordern, integriert OAE die Abscheidung und Speicherung in einem einzigen Schritt.

„Dies ist eine der langlebigsten Formen der Kohlenstoffentfernung“, sagt Subhas.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass OAE ein wertvolles Instrument im Kampf gegen den Klimawandel werden könnte, obwohl weitere Forschung von entscheidender Bedeutung ist, um seine langfristige Wirksamkeit sicherzustellen und mögliche unbeabsichtigte Folgen zu minimieren.

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