Es wird erwartet, dass ein Anstieg der Sonnenwindaktivität heute Abend und bis ins Wochenende hinein kleinere geomagnetische Stürme auslösen wird, wodurch das Nordlicht möglicherweise bis nach Maine, Washington und Wisconsin sichtbar wird. Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) prognostiziert, dass die Bedingungen zwischen 11 und 23 Uhr am günstigsten sein werden. EDT (1500-0300 GMT), die Aktivität kann jedoch bis Sonntag anhalten, bevor sie nachlässt.
Warum das wichtig ist
Geomagnetische Stürme entstehen, wenn die Sonne hochenergetische Teilchen freisetzt, die mit dem Erdmagnetfeld interagieren und die Aurora Borealis (Nordlichter) und Aurora Australis (Südlichter) erzeugen. Diese Ereignisse sind oft subtil, aber heftige Sonnenstürme können die Satellitenkommunikation, Stromnetze und sogar GPS-Systeme stören.
Obwohl dieser besondere Sturm als geringfügig gilt (G1-Stufe), erinnert er daran, dass das Weltraumwetter tatsächlich Auswirkungen auf die Erde hat. Die Sonnenaktivität nimmt in etwa 11-Jahres-Zyklen zu und ab, und wir befinden uns derzeit in einer beschleunigten Phase des Sonnenzyklus 25, was bedeutet, dass in den kommenden Jahren häufigere und möglicherweise stärkere Ereignisse wahrscheinlich sind.
Wo man nach der Aurora suchen kann
Den aktuellen Prognosen zufolge haben die folgenden neun US-Bundesstaaten die höchste Wahrscheinlichkeit, das Nordlicht zu sehen:
- Alaska
- North Dakota
- Minnesota
- Montana
- South Dakota
- Wisconsin
- Idaho
- Washington
- Maine
Die Bedingungen sind jedoch dynamisch. Sollte der Sonnenwind unerwartet stärker werden, könnte das Polarlicht weiter nach Süden vordringen. Umgekehrt kann eine schwächere Aktivität dazu führen, dass die Anzeige nicht sichtbar ist.
Tipps für die Beobachtung des Polarlichts
So maximieren Sie Ihre Chancen, die Lichter zu entdecken:
- Finde die Dunkelheit: Entkomme den Lichtern der Stadt. Je dunkler Ihre Umgebung, desto besser.
- Schauen Sie nach Norden: Scannen Sie den nördlichen Horizont nach schwachen Lichtern.
- Dark Adapt: Geben Sie Ihren Augen mindestens 30 Minuten Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Vermeiden Sie während dieser Zeit helle Bildschirme oder Lichter.
- Verwenden Sie Ihr Telefon: Telefonkameras erfassen oft schwache Polarlichtaktivitäten, die das bloße Auge möglicherweise übersieht.
- Ziehen Sie sich warm an: Seien Sie darauf vorbereitet, bei kaltem Wetter Zeit im Freien zu verbringen.
Apps wie „My Aurora Forecast & Alerts“ und „Space Weather Live“ können Polarlichtvorhersagen in Echtzeit basierend auf Ihrem Standort bereitstellen.
„Die Jagd nach Polarlichtern erfordert Geduld und Glück“, sagt Space.com-Redakteurin Daisy Dobrijevic. „Die Bedingungen können sich schnell ändern. Seien Sie also darauf vorbereitet, zu warten oder einen besseren Aussichtspunkt aufzusuchen.“
Das Polarlicht ist ein Naturphänomen und kein garantiertes Ereignis. Wenn Sie sich in der richtigen Region befinden, haben Sie bei klarem Himmel und Geduld die besten Chancen, Zeuge dieses spektakulären Schauspiels zu werden.
























