Südkoreas Innospace erlebte am Montagabend einen Rückschlag, als sein erster Orbitalstartversuch scheiterte. Die Hanbit-Nano-Rakete des Unternehmens startet um 20:13 Uhr vom brasilianischen Raumfahrtzentrum Alcantara. EST, stürzte etwa eine Minute nach dem Start zurück zur Erde.
Dies war der erste Orbitalstartversuch eines privaten südkoreanischen Unternehmens, und wie bei Erstflügen üblich, traten technische Probleme auf. Innospace unterbrach seinen Live-Webcast nach dem Vorfall abrupt, nachdem eine Anomalie gemeldet wurde. Die genaue Ursache des Fehlers ist derzeit noch unbekannt.
Details zur Hanbit-Nano-Rakete
Die Hanbit-Nano ist eine zweistufige Rakete, die bis zu 90 Kilogramm Nutzlast in eine sonnensynchrone Umlaufbahn befördern soll. Die erste Stufe verbrennt flüssigen Sauerstoff (LOX) und Paraffin, während die obere Stufe entweder mit LOX und Paraffin oder mit LOX und flüssigem Methan betrieben werden kann. Der gescheiterte Start beförderte fünf kommerzielle Satelliten brasilianischer und indischer Kunden sowie drei experimentelle Nutzlasten.
Unternehmenshintergrund und Zukunftspläne
Innospace wurde 2017 gegründet und hat die gesamte Starttechnologie intern entwickelt und verfügt über ein Team von rund 260 Mitarbeitern. Die Hanbit-Nano ist nur der erste Schritt in ihren umfassenderen Ambitionen: Das Unternehmen entwickelt auch größere Raketen, die Hanbit-Micro und Hanbit-Mini.
Der Start verzögerte sich aufgrund technischer Probleme und ungünstiger Wetterbedingungen mehrfach, bevor am Montag der eigentliche Startversuch erfolgte.
Dieses Scheitern unterstreicht die inhärenten Risiken eines Weltraumstarts, insbesondere bei ersten Orbitalversuchen. Der Rückschlag wird wahrscheinlich eine gründliche Überprüfung der Systeme von Innospace nach sich ziehen, aber das Unternehmen bleibt seiner langfristigen Vision der Erweiterung der privaten Raumfahrtkapazitäten Südkoreas treu.
























