Die NASA führte am 2. Februar einen kritischen Betankungstest ihrer SLS-Rakete (Space Launch System) für die Artemis-2-Mission durch, wobei kleinere Lecks festgestellt wurden, der Prozess jedoch letztendlich abgeschlossen wurde. Der Test, eine komplette „nasse Generalprobe“, simulierte Startvorgänge auf dem Pad 39B des Kennedy Space Center in Florida, wobei über 700.000 Gallonen kryogener flüssiger Wasserstoff (LH2) und flüssiger Sauerstoff (LOX) in die Stufen der Rakete geladen wurden.

Lecks und Fehlerbehebung

Der Betankungsprozess wurde aufgrund von LH2-Lecks zweimal kurzzeitig unterbrochen, ein häufiges Problem angesichts der geringen Größe des Moleküls und seiner Tendenz, selbst durch winzige Risse zu entweichen. Die Ingenieure haben die Lecks umgehend behoben und die verbesserten Verfahren der NASA demonstriert, die auf Erkenntnissen aus der Artemis-1-Mission basieren, bei der es zu ähnlichen Verzögerungen kam. Dies verdeutlicht ein signifikantes Muster: Kryokraftstoffsysteme sind von Natur aus anfällig für Leckagen und erfordern eine sorgfältige Konstruktion und ständige Überwachung.

Details zur Artemis 2-Mission

Der Start der SLS-Rakete ist für den 8. Februar geplant (Änderungen vorbehalten) und wird die Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und den Kanadier Jeremy Hansen auf eine zehntägige Mondumlaufmission befördern. Der Erfolg der Mission hängt vom Ausgang der aktuellen Regenprobe und von günstigen Wetterbedingungen ab. Dies ist die erste bemannte Artemis-Mission und stellt einen wichtigen Schritt im langfristigen Monderkundungsprogramm der NASA dar.

Historischer Kontext und zukünftige Implikationen

Die Startkampagne von Artemis 1 im Jahr 2022 wurde von Lecks geplagt, die den Start um mehrere Monate verzögerten. Trotz dieser früheren Rückschläge schickte Artemis 1 erfolgreich eine ungeschraubte Orion-Kapsel in die Mondumlaufbahn und zurück und bewies damit die Eignung der Hardware für bemannte Missionen. Der aktuelle Artemis-2-Test baut direkt auf dieser Erfahrung auf und spiegelt den iterativen Ansatz der NASA bei der Weltraumforschung wider.

Die NASA wird am 3. Februar um 12 Uhr eine Pressekonferenz abhalten. EST, um die Testergebnisse zu besprechen. Die Agentur wird beurteilen, ob die Probe erfolgreich war, ein entscheidender Schritt vor der Festlegung des Starttermins am 8. Februar.

Die Geschichte der Raumfahrt ist von der Bewältigung technischer Herausforderungen geprägt, und Lecks von kryogenem Treibstoff gehören zu den hartnäckigsten. Die Fähigkeit der NASA, diese Probleme schnell anzugehen, ist für die Einhaltung ihres ehrgeizigen Startplans von entscheidender Bedeutung.

Der Erfolg von Artemis 2 wird darüber entscheiden, ob die NASA ihrem Ziel, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren, weiterhin Schwung verleihen kann.

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